Aktion “100 für 100” startet

Ab sofort bieten wir 100 Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ein Jahr lang kostenfrei Mitglied in unserem Verein zu sein und am Sport teilzunehmen. Wie es dazu kommt und was du beachten musst, haben wir dir hier zusammengetragen.

Wir haben die Zeit des Stillstands im Verein genutzt und haben uns einen Plan überlegt, wie wir den Trend umdrehen können, dass immer weniger Kinder und Jugendliche in einem Sportverein Mitglied sind. Pandemie- und lockdownbedingt fehlen in den Vereinen mittlerweile fast 2 Jahrgänge – ob es im Kinderturnen, in Kampfsport- oder Mannschaftssportarten ist, die Mitgliederzahlen in diesen Bereichen sind alarmierend. Hinter alarmierenden Mitgliederzahlen steckt natürlich auch ein gesellschaftliches Problem. Kinder mit mangelnder Bewegungserfahrung leiden erfahrungsgemäß früher oder später unter den gesundheitlichen Folgen und weisen viele Defizite auf, denen der Sport entgegenwirkt. Respekt und Toleranz, das Verständnis über Regeln und der Umgang mit Frustration und Stress sind nur einige Aspekte.

Eltern sollen Kinder nicht in den Sportverein treiben, aber leiten. Bei uns haben Kinder in verschiedensten Sportarten die Möglichkeit, sich auszuprobieren und zu testen, was ihnen liegt. Gemeinsam wollen wir den Spaß an der Bewegung fördern. Pandemiebedingt hatte natürlich auch das elterliche Leiten der Kinder in einen Verein nicht oberste Priorität, war es doch für lange Zeit auch fast nicht möglich. Hinzu kommen auch wirtschaftliche und finanzielle Folgen und Sorgen, die häufig die Frage aufwerfen: “Ist das jetzt unbedingt nötig?” – Wir sagen “JA!”.

Gemeinsam sind wir auf die Suche nach einer Möglichkeit gegangen, möglichst vielen Kindern wieder Sport zu ermöglichen, unabhängig von der wirtschaftliche Situation in ihrem Elternhaus. Schnell haben wir uns das Ziel gesetzt, 100 Mitgliedschaften kostenfrei zu ermöglich. Ermöglichen sollten dies 100 Sponsoren und Spender – quasi Paten. So kamen wir auf den Projektnamen “100 für 100”. Langjährige Sponsoren und Partner aus der Wirtschaft, Handwerk und Handel in und um Helmstedt, sowie Privatpersonen und Vereinsmitglieder haben dies möglich gemacht. Bei allen möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Warum 100 EUR? Im Durchschnitt zahlt ein Kind einen Vereinsbeitrag mit etwaigen Zusatzbeiträgen für gewisse Abteilungen von 100 EUR. Somit haben wir die stolze Summe von 10.000 EUR “fast” zusammen bekommen. Dazu weiter unten mehr.

Wie kann man aus diesem Topf profitieren?

Der Zugang dazu ist denkbar einfach und ohne große Hürden. Eltern müssen für ihre Kinder eine vollständige Anmeldung ausfüllen (online oder schriftlich) und mit dieser erklären, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen auf den Topf zugreifen möchten. Dies kann ebenfalls per E-Mail oder schriftlich erfolgen, jedoch am selben Tag! Es erfolgt dabei keine Überprüfung der Einkommensverhältnisse. Dies war uns ganz besonders wichtig, es niedrigschwellig zu halten – aus folgenden Gründen: In der Pandemie gibt es viele Verlierer: Selbstständige, Freiberufler oder Angestellte um nur ein paar wenige zu nennen. Ein gutverdienender Vertreter kann durch Wegfallen vorheriger sicherer Provisionen, bei gleichbleibender Belastung durch bspw. Hauskredit in ähnliche Nöte geraten wie Geringverdiener. Für uns steht dabei das Kind im Vordergrund, denn dies kann niemals etwas für die wirtschaftliche Situation der Eltern – und das wird hierbei beachtet. Es wird lediglich überprüft, ob es andere Fördermöglichkeiten, bspw. das Bildungs- und Teilhabepaket (BUT) geben könnte, was ebenfalls Vereinsmitgliedschaften u.a. für Kinder von Eltern in ALGII-Bezug übernehmen würde.

Kurz gesagt, was muss ich tun?

Kind online oder schriftlich anmelden. E-Mail oder Brief parallel zur Anmeldung abgeben mit dem Inhalt: “Aus wirtschaftlichen Gründen möchte ich auf den Topf 100 für 100 zugreifen!”. Es zählt der Eingang der Unterlagen und wird der Reihenfolge nach bearbeitet.

Ist dies nur für Neumitgliedschaften möglich?

Ja! Wie oben beschrieben ist das größte Problem der Vereine nicht, dass es Austritte gibt (die gab es immer, wenn auch jetzt in erhöhter Zahl). Das viel größere Problem sind die fehlenden Eintritte, die es gar nicht erst zu einer Fluktuation oder sogar Wachstum kommen lassen. Die Folgen aus einer Verringerung der Mitgliederzahlen könnten sein: Einstellung von Angeboten, Erhöhung der Beiträge. Somit profitieren auch langjährige Mitglieder. Sollte es jedoch ein finanzielles Problem bei Kinder- und Jugendlichen geben, die bereits Mitglied sind, sind wir immer zur Stelle. Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten, von dem oben angesprochenen BUT bis hin zu einem Stiftungsantrag bei der Stiftung Zukunft Sport des KreisSportBundes zur Übernahme der Vereinsbeiträge.

Und was passiert nach einem Jahr?

Die Aktion “100 für 100” ist quasi eine Starthilfe. Nach einem Jahr wechselt der Status der Mitgliedschaft automatisch zu einer zahlenden Mitgliedschaft. Wir hoffen, dass sich in der übrigen Zeit die wirtschaftliche und finanzielle Situation vieler Haushalte entspannt und der Mehrwert einer Mitgliedschaft im Sportverein auf der Hand liegt und überwiegt.

Und warum jetzt “fast”?

Uns fehlt nicht mehr viel – aber wir müssen jetzt an den Start gehen. 90% sind erreicht und wir sind zuversichtlich, dieses Ziel in den nächsten Tagen zu erreichen. Solltest du uns unterstützen wollen, würden wir uns freuen, gemeinsam mit dir vielleicht sogar über das Ziel hinaus zu schießen. Dann erweitern wir die Aktion einfach unbürokratisch auf mehr Mitgliedschaften. Eine einfache Überweisung mit dem Betreff: “Spende zur Förderung des Sports” genügt. Bis 200 EUR reicht der Kontoauszug in deiner Steuererklärung, darüber hinaus stellen wir selbstverständlich eine Spendenbescheinigung aus!

Noch Fragen? 

Zögere nicht uns anzurufen oder eine E-Mail zu schreiben. Sämtliche Anfragen werden selbstverständlich diskret und vertraulich behandelt, denn für uns steht das Kind im Vordergrund bei dieser Aktion!

Vereinssport wieder im Normalbetrieb

Liebe Mitglieder,

das Warten hat endlich ein Ende! Der Landkreis hat die Änderungen der Verordnung bestätigt und somit sind diese aufgrund der niedrigen Inzidenz im Landkreis Helmstedt auch für uns gültig.

Ab sofort ist wieder sämtlicher Sport erlaubt. Sämtlicher bedeutet in diesem Fall: Gruppenangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, unabhängig ob Mannschaftssport, Kontaktsport oder sonstiges. Der Trainingsort kann dabei sowohl Indoor wie auch Outdoor sein. Für das Training werden keine Testnachweise, Impfpässe oder Genesungsbescheinigungen mehr benötigt.

Für das KRAFTWERK1913 gilt dieses auch ab sofort. Ihr benötigt hier auch keinen Termin mehr. Das Training ist wie im letzten Jahr für 35 Personen zeitgleich möglich. Bitte markiert auf unserer Magnettafel wieder, wenn ihr da seid. Die Duschen und Umkleiden sind heute noch geschlossen. Ebenfalls schließt das KRAFTWERK1913 heute um 21:00 Uhr. Ab morgen, Dienstag den 1.6.2021 öffnet das KRAFTWERK1913 um 8:00 Uhr morgens und geht fortan in den 24-Stunden-Betrieb. Ebenso werden dann Duschen und Umkleiden wieder geöffnet sein.

Für Gruppensportangebote beachtet bitte, dass der Übungsleiter alles weitere kommuniziert, insbesondere zu Übungsort und Zeit. Viele Angebote werden bei dem schönen Wetter wieder draußen stattfinden.

Die Kontaktnachverfolgung gilt nach wie vor, ebenso das Hygienekonzept des Vereins. Dies bedeutet insbesondere, dass man möglichst umgezogen zum Sport erscheinen soll, die Hände vor dem Training desinfiziert werden müssen und eine medizinische-MNB in den öffentlichen Räumlichkeiten getragen werden muss – mit Ausnahme der eigentlichen Trainingsfläche. Menschen mit Erkältungssymptomen sollten nach wie vor zuhause bleiben!

Bitte tragt alle dazu bei, diese Regeln einzuhalten. Denn diese Möglichkeit wird uns nur aufgrund einer niedrigen Inzidenz gemacht. Sollten die Werte wieder steigen, ist der Landkreis gezwungen, wieder verschärfende Maßnahmen zu ergreifen.

Leider liegen uns zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Informationen vor, wann die schulischen Hallen wieder für Vereinsgruppen geöffnet werden.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Sport!

Corona-Lockerungen in greifbarer Nähe – wir bitten um Geduld!

Liebe Mitglieder,

die erfreulicher Weise niedrigen Inzidenzwerte im Landkreis Helmstedt und die gestern vom Land Niedersachsen beschlossene Corona-Verordnung ist bereits in aller Munde.

Leider müssen wir jedoch noch auf die geänderte Allgemeinverfügung vom Landkreis Helmstedt warten. Die bisherige Allgemeinverfügung bleibt bis zur Änderung oder Aufhebung in Kraft. Von daher gilt das gleiche, wie in der letzten Woche.

Wir bitten daher noch um etwas Geduld und informieren euch, sobald es offiziell ist.

Der Vorstand

Novum in Helmstedt: Siegfried Käse bekommt 60. Sportabzeichen

Nur im Jahr seiner Hochzeit hat der engagierte Ehrenamtler die Prüfung einmal nicht abgelegt.

Helmstedt. Erstmalig in der Geschichte des Deutschen Sportabzeichens bekam mit Siegfried Käse eine Person aus dem Kreis Helmstedt das 60. Sportabzeichen verliehen. Die Anforderungen dafür hatte der mittlerweile 80-Jährige bereits im Jahr 2019 erfüllt. Weil Käse bei der Ehrung im Jahr 2020 noch verhindert war, wurde die Würdigung dieses herausragenden Erfolges nun kurzerhand in der Geschäftsstelle des Kreissportbundes (KSB) Helmstedt nachgeholt.

Der stellvertretende KSB-Vorsitzende Torsten Dill nahm die Verleihung vor und überreichte dem sympathischen Helmstedter ein Präsent und eine Urkunde. Das 60. Sportabzeichen für Käse wird umso wertvoller, wenn man bedenkt, dass ab dem 18. Geburtstag wieder von Null an gezählt wird. Somit hat Siegfried Käse nur ein einziges Mal nicht die Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen abgelegt – im Jahr seiner Heirat.

Der Ehrenamtler Käse ist zudem seit mehr als 50 Jahren Mitglied beim Helmstedter SV und nimmt seither für die Mitglieder seines Vereins und andere die Prüfungen in Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination ab – und das bis heute. Chapeau für so viel gelebten Sportsgeist!

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedter Nachrichten, 28.5.2021

Sich vier Tage lang wie ein Profi fühlen

Fußball. Die Barmkerin Hannah-Marie Mitschke durfte am DFB-U15-Trainingscamp in Bitburg teilnehmen.

Barmke/Bitburg. Mit dieser unverhofften Chance hatte sie gar nicht gerechnet. Umso größer war die Freude, als Hannah-Marie Mitschke die Nachricht bekam, dass sie zum DFB-Sichtungslehrgang für Torhüterinnen der Altersklasse U15 eingeladen ist. Vier Tage lang durfte die junge Fußballerin aus Barmke beim Trainingscamp in Bitburg ihr Können zeigen – und hofft bereits auf ihre nächste Nominierung.

Mit privat organisierten Trainern war die 13-Jährige „gut durch die Corona-Pause gekommen und entsprechend fit zum Sichtungslehrgang gefahren“, wie ihr Vater und HSV-Abteilungsleiter Maik Mitschke erklärt. „Ich war aber sehr überrascht, als die E-Mail vom DFB kam, weil während des regelmäßigen Online-Trainings mit der U14-NFV-Auswahl immer wieder gesagt wurde, dass in der nächsten Zeit keine richtigen Trainingseinheiten stattfinden werden“, sagt Hannah-Marie Mitschke. „Trotzdem habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass es jetzt quasi die Belohnung für die ganze Schufterei gab!“

Auf Empfehlung ihrer Trainer in der U14-Landesauswahl hatten sich die Verantwortlichen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) um Silke Rottenberg, leitende Torwarttrainerin im weiblichen Nachwuchsbereich, dafür entschieden, die junge Keeperin als einzige Niedersächsin für das Trainingscamp in der Sportschule Bitburg zu nominieren. In der rheinland-pfälzischen Kleinstadt standen für die U15-Torhüterin des VfL Wolfsburg, die in der zurückliegenden Serie dank eines Zweitspielrechts als Feldspielerin auch für die D-Junioren der JSG Helmstedt zum Einsatz gekommen war, gemeinsam mit 17 anderen Torhüterinnen aus ganz Deutschland sowohl Theorie als auch Praxis auf dem Programm.

Vor jedem gemeinsamen Frühstück mussten sich Mitschke & Co. einem Corona-Schnelltest unterziehen, danach ging es ab zum Mannschaftstraining auf den Platz. Nach jeder Einheit wurden die Klamotten von einem Zeugwart gewaschen, „was für mich nicht selbstverständlich war“, betont das Torwarttalent. „Es war eine krasse Erfahrung, dass man sich fast um nichts kümmern musste, und hatte ein bisschen was von einem Profi-Leben.“

Mit schönen Eindrücken machte sich die Barmkerin nach den vier Tagen auf die Heimreise, bekam aber von der früheren Nationaltorhüterin Rottenberg und ihrem Trainerteam noch einen USB-Stick mit einem Zusammenschnitt einiger guter und weniger guten Szenen mit. „Ein paar Videos werden per Mail noch hinterhergeschickt, außerdem wird es noch einen großen Feedbackbogen geben“, verrät die Tochter von Maik Mitschke – und fände es toll, wenn sie beim nächsten Lehrgang in Bitburg im Dezember erneut dabei wäre.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedter Nachrichten, 28.5.2021